Schweizermeisterschaften und COC-Cup in Campra
Der erste Teil der diesjährigen Schweizermeisterschaften wurden zeitgleich mit dem COC-Cup in Campra durchgeführt. Nebst dem es für mich ein erfolgreiches Wochenende war, wird mir aber auch die Kälte und der Wind in Erinnerung bleiben. Als Langläuferin bin ich mir kalte Temperaturen gewöhnt. Doch bei -17,-18 Grad und Wind fühlte es sich draussen nochmals etwas kälter an und in diesem Winter lief ich bei solchen Bedingungen noch nicht.
Vor allem am Freitag beim Klassisch Sprint musste ich mich erst an die Kälte gewöhnen. Der Sprint, der nur zur COC-Wertung zählte, bot mir eine gute Vorbereitung für die weiteren Wettkämpfe am Samstag und Sonntag. Nach dem Trainingsblock zu Hause fühlte ich mich beim Sprint nicht besonders frisch. Trotzdem war ich mit meinem Wettkampf zufrieden. Nach dem ich im Prolog als Zweite über sieben Sekunden auf die Siegerin Sandra Ringwald verlor, waren es im Final rund sechs Sekunden weniger. Hinter der deutschen Siegerin konnte ich mich also als auf dem zweiten Rang klassieren vor Tatjana Stiffler, die Dritte wurde.

Am Samstag über die 10 Km Klassisch war es nicht nur kälter, sondern der Wind blies noch mehr als am Tag zuvor. Aus diesem Grund wurde die 5 Km-Runde auf 2,5 Km gekürzt, die wir dann viermal absolvieren mussten. Normalerweise beträgt die Laufzeit eines 10 Km-Rennens zwischen 26-30 Minuten. Am Samstag hatten wir im Schnitt zehn Minuten länger für die Strecke. Die Schneeverhältnisse sorgten für langsame Skier. Ich fand schnell einen guten Rhythmus. Nach zwei Runden waren mein Rückstand auf die Spitze keine fünf Sekunden. In der dritten summierte sich dieser jedoch auf 16 Sekunden an. Auf der letzten Runde versuchte ich nochmals etwas aufzudrehen. Am Schluss belegte ich den 2. Rang 4,5 Sekunden hinter der Siegerin Sandra Ringwald. Mit diesem Wettkampf war ich zufrieden und freute mich über den fünften Schweizermeistertitel.
Die Verfolgung am Sonntag über 10 Km Freistil verhiess nochmals einen spannenden und vor allem „langsamen“ Wettkampf. Es war zwar windstill jedoch mit -18 Grad ziemlich kalt und auch der Schnee somit sehr langsam. Der Start erfolgte mit dem Rückstand vom Vortag. Die Deutsche und ich liefen beinahe fünf Kilometer gemeinsam bis nach und nach drei weitere Läuferinnen aufschliessen konnten. Gemeinsam ging es auf die letzten zwei Kilometer. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich gut folgen. Doch als es um die Entscheidung ging am letzten Aufstieg konnte ich nicht mehr zusetzen. Ich musste mich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Dennoch konnte ich meinen sechsten Schweizermeistertitel feiern.
Das Wochenende war ziemlich streng vor allem die Kälte machte es uns Athleten nicht einfach. Ich musste mich erst mal etwas erholen. In Andermatt bereite ich mich auf den nächsten wichtigen Einsatz vor. Am kommenden Samstag werde ich in Nove Mesto (Tschechien) beim Weltcup über 15 Km Klassisch Massstart am Start stehen. Ich freue mich darauf und bin motiviert.
Liebe Grüsse, Doris