Part 1: Whistler und Co.
Höchste Zeit für ein kleines Update! Die letzten beiden Wochen waren ziemlich aussergewöhnlich, aufregend und interessant, gespickt mit Highlights, coolen Momenten und Down’s, eine Menge Spass und ja, auch ein bisschen kräftezehrend. Nach den Schweizermeisterschaften in Sedrun, an welchen ich mir eine silberne und goldene Auszeichnung umhängen lassen durfte, ging es flux Richtung Chur. Wäsche waschen, Skier packen und weiter im Plan nach Zürich, Flughafen. Nach einer Nacht in Seattle, the Emerald City in the Evergreen State, ging es weiter nach Whistler, Canada, natürlich nicht ohne obligaten Stopp in einer Indian Trading Post.
Nativ Coastal Art Shop
The „Nativ Coastal Art“ ist eine meiner liebsten Kunst. Ich könnte Stunden in den kleinen schmucken Shops, fasziniert von all den wunderlichen, mystischen und kunstvollen Erzeugnissen der ersten Bewohner Amerikas, verbringen. Immer noch ein wenig jetlaged und müde, aber voller Elan, stand ich 48 Stunden später am Start der kanadischen Meisterschaften im Whistler Olympic Park, Callaghan Valley. Die Erinnerungen an die Olympischen Spiele 2010 schienen so nah und lebendig, als wäre es erst gestern gewesen. Oh, das war eine hammermässige Zeit! Nur mein Wettkampf damals, gelinde gesagt, eine kleine Katastrophe (Sturz und eine angeknackste Rippe der Stand nach 1km).

Sprint Podium der Frauen
Drei Jahre später jedoch fand ich unerwartet zu einer Spätform auf den olympischen Strecken im Land der Braunbären und Maple Trees. Während ich mich im Klassisch Sprint nur von Daria Gaiazova geschlagen geben musste, konnte ich den 30er souverän für mich entscheiden. So macht Rennen laufen Spass und das 14oz (5oog) T-Bone Primium Steak mit Sweet Potatos und einen Maple Cake zum Dessert schmeckt gleich noch besser.
Warmwettermontur beim 30km im Whistler Olympic Park
Zurück nach Seattle, Frühstück im Petit Toulouse, einem der berühmtesten Inn Treff’s der Stadt, Wäsche waschen und weiter Richtung Süden. Nächster Halt: Reno, Nevada. The biggest little City in the World ist nebst Las Vegas der Casino- und Zocker-„Himmel“ im Westen der USA schlechthin. Eine kleine Streiftour durch die bekanntesten Spielhöllen am „Strip“ im Herzen der Stadt gehört hier einfach zum Pflichtprogramm. In Truckee, Tahoe, California, holte mich die ganze Aufregung und Reiserei der vergangen Tage schliesslich ein. Nase zu, Kopf- und Halsschmerzen liessen nicht über die lästige Erkältung hinwegtäuschen, die ich mir irgendwo auf dem Wege eingefangen hatte.

Reno und sein berühmter Bogen
Widerwillen verzichtete ich daher auf den Prolog und griff erst einen Tag später wieder ins Renngeschehen ein. Nicht ganz in Form, verschwendete ich nicht allzu viele Gedanken der Höhe oder des unbeständigen Wetters wegen, sondern wollte einfach Spass haben mit laufen. Ein schwerwiegender Fehler! Der Hammermann auf 2200 M.ü.M bedeutet nämlich so ziemlich das Ende eines jeden Skiers. 7km können da gaaaanz schön lange werden. Naja, wieder was gelernt. Erstaunlicherweise fühlte ich mich zum Sprint wieder einigermassen bei Kräften und absolvierte einen guten Prolog (Rang 3). Regen und Schnee machten die folgenden Heats jedoch so schwierig und heikel mit Waxen, dass ich die gute Ausganslage nicht nutzen konnte.

10km klassisch Massenstart der Frauen (Rang 10)
Nun steht erst mal eine kurze Pause an bevor es am Montag dann mit einem 7km langen Bergrennen weiter geht. Bis dann, eine gute Zeit!