Erster Trainingskurs in Magglingen

Der Frühling erwacht, das Training erblüht…

Die Olympiasaison ist eröffnet! Bettina bekam schon mal einen vorolympischen Geschmack. In Hinblick auf die Olympischen Spiele in Sochi im nächsten Winter lud Swiss Olympic mögliche Athletinnen und Athleten aus den verschiedensten Wintersportarten nach Magglingen ein, um die Mission „Sochi 2014“ gemeinsam zu starten und sich auf das russische Gastgeberland einzustimmen.

Bericht von Swiss-Olympic: http://www.swissolympic.ch/desktopdefault.aspx/tabid-4298/5415_read-44358/

Zum Saisonstart fand auch gleich der alljährliche Masstag von Swiss-Ski statt, bei dem Bettina die Sommerbekleidung und –material empfangen durfte. Da ich keinen Kaderstatus erhielt, war ich bei diesen Anlässen auch nicht anzutreffen. Ich stimmte mich mit den ersten Lauf- und Veloeinheiten auf die Saison ein und reiste nach Abschluss des Masstages nach Magglingen, um den ersten Trainingskurs gemeinsam mit Bettina, Selina Gasparin und dem Biathlon Team zu starten.

Der Frühling hält im Flachland Einzug und die Temperaturen waren im angenehmen Bereich, so dass die meisten Trainingseinheiten bei Sonnenschein absolvierten werden konnten. Über die hügelige Landschaft zwischen dem Jura und Bern liess es sich dann auch besonders gut Velokilometer sammeln. Neben den Laufeinheiten übten wir an den koordinativen und spielerischen Fähigkeiten und fuhren unsere Rollskier warm.

Mittagspause in Bern an der Aare

 Über den gemeinsamen Trainingsstart mit Bettina habe ich mich sehr gefreut. Während Bettina ihrer Planung folgt, werde ich noch eine Woche mit Selina und dem Biathlon Team in Magglingen verbringen und von der idealen Infrastruktur profitieren.

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On Spring Tour

Part II: Eisige Kälte in Kalifornien

Wusch, ruck zuck, zack zack, so schnell vergeht die Zeit. Einen Monat voll aufregender Erlebnisse und spannender Abendteuer ist zu Ende und die Saison 2013/2014 klopft schon wieder an die Türe. Part zwei meiner Frühlingstour startete ziemlich steil, im wahrsten Sinne des Wortes. Wie bei jeder Tour, gross oder klein, stand auch an den US Spring Series in Tahoe, Californien ein Bergrennen als krönendes Finale auf dem Programm. Bei winterliche kalten Temperaturen um die -5 Grad und Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 h/km! rückten Rang und Platzierung bald in den Hintergrund. Je näher dem Ziel, umso heftiger tobte der Sturm. Zeit und Raum drohten zu verschwimmen und Durchkommen war bald einmal das einzige Ziel. Völlig erschöpft und durchgefroren oben angekommen, galt der einzige Gedanke der warmen Dusche und den trockenen Kleidern unten im Tal. Und da dachte ich Californien sei bekannt für sein mildes und sonniges Klima.

Windböen und eisige Kalte auf dem Weg zum Gipfel 

Die 20 minütige Fahrt mit der antiken Sesselbahn runter stellte unser Durchhaltevermögen jedoch schmerzlich ein weiteres Mal auf die Probe. (Hochmoderne Haubensessel wie sie hierzulande üblich sind, scheint man in den Staaten noch nicht überall zu kennen.) Nach einer warmen Tasse Tee und Verpflegung alla Americana (Der Rennorganisator offerierte, wie könnte es anders sein, Hamburger und Hot Dogs) fühlte ich mich wieder ein wenig besser. Rang 4 im Tagesklassement, die Belohnung der Strapazen. Nun hiess es warten auf die Rangverkündigung. Ich jedoch wollte nur noch eines, und fiel zwischen Stühlen und Bänken in einen tiefen Schlaf.

Blick auf Donner Lake, nahe der Wettkampfstätten

Da die letzten meiner eh schon knappen Energiereserven allesamt der Königsetappe zum Opfer fielen, gesellte ich mich für die abschliessenden Langdistanzbewerbe zum Betreuerteam. Ski waxen und testen, Nummern holen, Verpflegung richten, ich wusste nicht dass dies alles so stressig sein kann. Das sieht man einmal was unsere Servicemänner und Betreuer das ganze Jahr über für eine Arbeit leisten. Aber wer gedacht hat, verpflegen ist ein klax, der hat sich getäuscht. Um vom einen Ort zum anderen zu kommen blieb mir gerade genügen Zeit zwei Minuten zu verschnaufen, mich in Position zu bringen und die leere Flasche wieder aufzuheben bevor ich schon wieder zum nächsten weiter musste. Und gleichzeitig sollte man sich ja noch erinnern in welcher Runde, wer welche Mischung haben wollte.

Welcome to Paradies

Aber dann standen endlich Ferien auf dem Programm! Strand, Sonne und Ananas. Ah, was gibt es besseres als seine leeren Batterien bei Schnorcheln, Surfen und exotischen Delikatessen wieder aufzuladen und das süsse Nichts in vollen Zügen zu geniessen.
Vielen herzlichen Dank an alle Sponsoren, Gönner, Ausrüster, Familie und Freunde für die unglaubliche und grossartige Unterstützung während der letzten Saison. Ohne euch wären die guten Resultate und Erfolge des letzten Winters nicht möglich gewesen. Ein grosses Mahalo an alle die an uns glauben und uns unterstützen, wie man in Hawaiianisch sagen würde. Mahalo!

Morgen geht es schon wieder weiter nach Maggligen, erholt und voller Tatendrang, wo Swiss Olympic zu einem Treffen im Hinblick auf Sochi 2014 geladen hat. Na dann, Tasche packen und auf geht’s in die neue Saison!

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April, April…machen was man will :)

April, April…machen was man will

Seit dem vorzeitigen Saisonende Mitte März widmete ich mich etwas mehr anderen Dingen als dem spezifischen Langlauftraining. Natürlich nutzte ich die guten Schneeverhältnisse um noch einige Kilometer auf den schmalen Latten zu sammeln. Aber neben langlaufen, fand auch das Tourenski laufen, Ski oder zum ersten Mal Telemark fahren seinen Platz.


Anfangs April kämpfte ich mich wieder einmal in eine Hockeyausrüstung. Bereits zum vierten Mal in Folge organisierte „Stars for Life“ einen Benefiz-Hockeymatch zu Gunsten der Krebsliga Schweiz in der Eishalle von Düdingen. Verschiedene Sportstars aus der ganzen Schweiz und der Region spielten gegeneinander und halfen mit Spendengelder für den guten Zweck zu sammeln. Als Hockeyspielerin machte ich zwar neben den vielen Ex-Profis und Könnern einen eher schwachen Eindruck. Doch ich hatte meinen Spass und konnte einen kleinen Beitrag zu Gunsten einer guten Sache leisten.

Mehr Infos zu „Stars for Life“ : http://www.starsforlife.ch/index.php?id=19
Ein Beitrag von „Glanz & Gloria“: http://www.srf.ch/player/tv/glanz–gloria/video/sportlegenden-fuer-den-guten-zweck-auf-dem-eis?id=06ea4c53-7e2e-4af5-9213-5651d80eb9ec

Nach dieser Saison hatte ich Urlaub mehr als nötig. Mitte April verabschiedete ich mich für einige Tage in den Süden und genoss die Wärme, die Sonne und das Meer. Die Seele baumeln lassen und neue Energie tanken, fällte einem an Orten wie diesen bedeutend einfacher.

Mitte April gab Swiss-Ski schliesslich die Selektionen für die nächste Saison bekannt. Nicht unerwartet habe ich zur Kenntnis genommen, dass ich für die Olympiasaison keinen Kaderstatus erhielt. Es gab einige Athletinnen und Athleten, die in der vergangenen Saison nicht erfolgreich waren und die Selektionskriterien ebenso wenig erfüllen konnten. Doch aus diesem „Pot“ stehe ich als einzige Athletin ohne Kaderstatus da. Ein Entscheid, der mich ziemlich getroffen hat und mein Vertrauen und die Glaubwürdigkeit gegenüber der Abteilung Swiss-Ski Langlauf ein weiteres Mal hinterfragen lässt.

Es ist wie es ist. Der Start in die Olympiasaison steht bevor und ich freue mich die Vorbereitung in Angriff zu nehmen. Wie in den vorangegangenen Jahren werde ich die Zusammenarbeit mit Markus Segessenmann weiterführen und vermehrt mit Selina Gasparin und dem Swiss-Ski Biathlon-Team zusammentrainieren. Wie vor vier Jahren darf ich vom Trainingsumfeld des Swiss-Ski Biathlon Teams profitieren und bin sehr dankbar auf diese, auch moralische, Unterstützung.

Die Olympischen Spiele Sochi 2014 sind als Ziel bekannt, den Weg nehme ich mit viel Motivation und Freude in Angriff. Ich wünsche allen eine schöne Frühlingszeit :)

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On Spring Tour

Part 1: Whistler und Co.

Höchste Zeit für ein kleines Update! Die letzten beiden Wochen waren ziemlich aussergewöhnlich, aufregend und interessant, gespickt mit Highlights, coolen Momenten und Down’s, eine Menge Spass und ja, auch ein bisschen kräftezehrend. Nach den Schweizermeisterschaften in Sedrun, an welchen ich mir eine silberne und goldene Auszeichnung umhängen lassen durfte, ging es flux Richtung Chur. Wäsche waschen, Skier packen und weiter im Plan nach Zürich, Flughafen. Nach einer Nacht in Seattle, the Emerald City in the Evergreen State, ging es weiter nach Whistler, Canada, natürlich nicht ohne obligaten Stopp in einer Indian Trading Post.

Nativ Coastal Art Shop

The „Nativ Coastal Art“ ist eine meiner liebsten Kunst. Ich könnte Stunden in den kleinen schmucken Shops, fasziniert von all den wunderlichen, mystischen und kunstvollen Erzeugnissen der ersten Bewohner Amerikas, verbringen. Immer noch ein wenig jetlaged und müde, aber voller Elan, stand ich 48 Stunden später am Start der kanadischen Meisterschaften im Whistler Olympic Park, Callaghan Valley. Die Erinnerungen an die Olympischen Spiele 2010 schienen so nah und lebendig, als wäre es erst gestern gewesen. Oh, das war eine hammermässige Zeit! Nur mein Wettkampf damals, gelinde gesagt, eine kleine Katastrophe (Sturz und eine angeknackste Rippe der Stand nach 1km).

Sprint Podium der Frauen

Drei Jahre später jedoch fand ich unerwartet zu einer Spätform auf den olympischen Strecken im Land der Braunbären und Maple Trees. Während ich mich im Klassisch Sprint nur von Daria Gaiazova geschlagen geben musste, konnte ich den 30er souverän für mich entscheiden. So macht Rennen laufen Spass und das 14oz (5oog) T-Bone Primium Steak mit Sweet Potatos und einen Maple Cake zum Dessert schmeckt gleich noch besser.

Warmwettermontur beim 30km im Whistler Olympic Park

Zurück nach Seattle, Frühstück im Petit Toulouse, einem der berühmtesten Inn Treff’s der Stadt, Wäsche waschen und weiter Richtung Süden. Nächster Halt: Reno, Nevada. The biggest little City in the World ist nebst Las Vegas der Casino- und Zocker-„Himmel“ im Westen der USA schlechthin. Eine kleine Streiftour durch die bekanntesten Spielhöllen am „Strip“ im Herzen der Stadt gehört hier einfach zum Pflichtprogramm. In Truckee, Tahoe, California, holte mich die ganze Aufregung und Reiserei der vergangen Tage schliesslich ein. Nase zu, Kopf- und Halsschmerzen liessen nicht über die lästige Erkältung hinwegtäuschen, die ich mir irgendwo auf dem Wege eingefangen hatte.

Reno und sein berühmter Bogen

Widerwillen verzichtete ich daher auf den Prolog und griff erst einen Tag später wieder ins Renngeschehen ein. Nicht ganz in Form, verschwendete ich nicht allzu viele Gedanken der Höhe oder des unbeständigen Wetters wegen, sondern wollte einfach Spass haben mit laufen. Ein schwerwiegender Fehler! Der Hammermann auf 2200 M.ü.M bedeutet nämlich so ziemlich das Ende eines jeden Skiers. 7km können da gaaaanz schön lange werden. Naja, wieder was gelernt. Erstaunlicherweise fühlte ich mich zum Sprint wieder einigermassen bei Kräften und absolvierte einen guten Prolog (Rang 3). Regen und Schnee machten die folgenden Heats jedoch so schwierig und heikel mit Waxen, dass ich die gute Ausganslage nicht nutzen konnte.

 

10km klassisch Massenstart der Frauen (Rang 10)

Nun steht erst mal eine kurze Pause an bevor es am Montag dann mit einem 7km langen Bergrennen weiter geht. Bis dann, eine gute Zeit!

 

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Vorzeitiges Saisonende

Eine schwierige Saison ist zu Ende

Seit Beginn der Saison kam ich nie richtig auf Touren, der einzige „Lichtblick“ war zu Beginn des neuen Jahres mit dem Sieg in COC-Cup. Nach dem Weltcup in Liberec hatte ich genug Zeit mich vorzubereiten und trainierte gezielt auf die wichtigen Wettkämpfe im Februar. Leider konnte ich weder bei den Schweizermeisterschaften auf der Lenzerheide noch beim Weltcup Davos meine volle Leistungsfähigkeit abrufen. Die Formkurve fiel von Wettkampf zu Wettkampf, was ich mir nicht erklären konnte. Nach einer zweiwöchigen trainingsarmen Zeit versuchte ich im März erneut mein Wettkampfglück. Doch es stellte sich keine Besserung ein, im Gegenteil.

Nach dem sämtliche Blutkontrollen ohne Ergebnis blieben, absolvierte ich letzte Woche einige Tests um meiner fehlenden Leistungsfähigkeit auf den Grund zu kommen. Die Ergebnisse fielen unterschiedlich aus. Beim Stufentest stellte sich heraus, dass grundsätzlich die Leistungskapazität vorhanden ist. Die Messung der Herzvariabilität schliesst jedoch eine Überbelastung nicht aus. Während den vergangenen Wochen erreichte ich im Wettkampf niemals meine volle Leistungsfähigkeit. Nach Absprachen mit dem Teamarzt Patrik Noack und meinem Trainer Markus Segessenmann entschliesse ich mich nun die Saison vorzeitig zu beenden.

Vorerst liegt meine Priorität in der Regeneration und dem Aufbau meiner angeschlagenen Psyche. Ebenso nutze ich die Zeit für Technik- und extensives Skitraining. Zum Trainingsstart im Mai will ich wieder vollständig einsatzbereit sein.

Eine schwierige Saison geht somit zu Ende, in der ich mit einigen Niederlagen zu kämpfen hatte. Vier Jahre sind es seit der letzten erfolglosen Weltcupsaison als ich, damals im Frühling 2009, eine ähnliche Situation zu bewältigen hatte. Déjà-vu! Erfolg und Niederlage gehören zum Sport. Misserfolge sind Herausforderungen, die ich gerne annehme, um zu beweisen, dass ich sie überwinden kann. Die Gewissheit, dass ich im Sommer und Herbst gut trainiert habe, gibt mir Kraft und Mut. Ich bin motiviert, mich auf das wichtigste Ziel vorzubereiten: Die Olympischen Spiele in Sotschi in der nächsten Saison!

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Was ist los?

Was ist los?

Der Februar ist Vergangenheit. In sportlicher Hinsicht ein Monat zum Vergessen. Eine Woche vor dem Heimweltcup in Davos wurde der erste Teil der Schweizermeisterschaften auf der Lenzerheide ausgetragen. Entgegen meiner Erwartungen hatte ich an den Titelkämpfen jedoch kein Wörtchen mitzureden. Ich konnte nie richtig Druck machen und kam überhaupt nicht auf Touren. Obschon ich mich gut fühlte und wusste, dass ich in den vergangenen Wochen auch gut trainiert habe, ging es einfach nicht. Ohne Medaille kehrte ich nach Hause zurück. Abhaken und Fokus auf Davos, sagte ich mir.

Zwei Tage ruhiges Training und beim Vorbereitungsintervall vier Tage vor dem Heimweltcup fühlte ich mich um einiges besser. Geht doch, dachte ich und reiste mit Zuversicht nach Davos. Ich freute mich auf die anspruchsvolle Strecke, die Weltcupatmosphäre und das heimischen Publikum. Trotz positiven Vorzeichen konnte ich in meiner Paradedisziplin, den Klassisch Sprint, nicht überzeugen. Die letzte Möglichkeit mich für auf die Weltmeisterschaften in Val di Fiemme zu qualifizieren war vorüber und ich hatte nicht einen Hauch von einer Chance. Eine grosse Enttäuschung und ein grosse Fragezeichen! Was ist los?
Obschon mir bewusst war, dass ich nicht in Form war und mein Körper nicht funktionierte, entschied ich mich am Sonntag über die 10 Kilometer an den Start zu gehen. Nach einem weiteren Wettkampf, bei dem ich nicht meine volle Leistung abrufen konnte, hatte ich genug. Ich wollte weder was von Training noch von Wettkämpfen wissen. Ich musste Abstand gewinnen und meinem Körper und Kopf Erholung gönnen. Deshalb „haute“ ich für eine Woche in die Wärme ab. Während Bettina in Val di Fiemme bei der Weltmeisterschaften am Start stand, liess ich meine Seele baumeln, geniesste die Wärme und die Sonne. Für meinen Kopf die beste Therapie, für meinen Körper?

Zurück in der Schweiz ging ich beim Swisscup in Feutersoey über die 10 Kilometer Freistil an den Start. Ich hoffte, dass sich durch die kleine Trainingspause mein Körper etwas regeneriert hatte. Doch schon während dem Rennen musste ich feststellen, dass dem nicht so war. Keine Aggressivität, keinen Druck, keine Spannung.

Was ist los? Ich habe gut trainiert. Aber ich kam während der ganzen Saison nie auf Touren. Der einzige Lichtblick war zu Beginn des neuen Jahres als ich beim COC-Cup in Oberwiesenthal im Klassisch Sprint siegte. Durch gezieltes Training fand ich nicht zur Form und nach einer kurzen Pause scheint es, dass ebenso wenig zu funktionieren. Mein Körper fühlt sich mittlerweile wie ein leerer „Akku“ an. Deshalb werde ich in den nächsten Tagen einige Tests absolvieren um herauszufinden was mit meiner Leistungsfähigkeit geschehen ist. Denn grundsätzlich fühle ich mich gesund und gut. Aber ohne jegliche Form macht es definitiv keinen Spass Wettkämpfe zu bestreiten.

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WM Val di Fiemme

Sturzpech im Teamsprint

Der 24.02.2013 war einer jener Tage, welchen ich mir fett rot in meiner Agenda markiert hatte. Als ich an jenem Morgen aufstand, wusste ich, heute wird ein spezieller Tag. Dass er jedoch mit Sturzpech und einem Trip ins Spital enden würde, hätte ich wohl nicht gedacht. Glücklicherweise geht es Laurien schon wieder einiges besser, aber die muskulären Folgeerscheinungen wird sie wohl noch ein wenig länger spüren.

In Führung kurz vor der zweiten Ablösung

Sieg und Niederlage liegen manchmal nur einen Wimpernschlag voneinander. Letzten Sonntag war das Glück definitiv nicht auf unserer Seite. Bis zu jenem verheerenden Missgeschick lief alles bestens. Ich fühlte mich wirklich gut, konnte locker in der Gruppe laufen, attackieren wo ich wollte und Energie sparen für die letzte Ablösung, genauso Laurien. Als ich sie jedoch nach ihrem Sturz auf der Gegenseite Richtung Wechsel kommen sah, wusste ich, etwas stimmt da nicht. Sie schwankte ein wenig hin und her und schien nicht mehr die übliche Spritzigkeit zu besitzen. Dass sie in ihrem Zustand (Gehirnerschütterung) überhaupt noch eine letzte Runde laufen konnte, ist  bemerkenswert.

Auf Verfolgungsjagd von Canada und Estland auf meiner letzten Ablösung

Der Einzug ins Finale wäre wohl kein Thema gewesen und was da möglich gewesen wäre, nun – wir wissen es nicht. Aber irgendwann wird das Quäntchen Glück auch auf unserer Seite sein und wir werden diejenigen mit den strahlenden Gesichtern sein. Da bin ich mir sicher. Mit der schnellsten Zeit auf der letzten Ablösung konnte ich trotz Enttäuschung über das verpasste Finale eine positive Bilanz aus dem Wettkampf ziehen. Die Form stimmt und die Saison, die ist noch nicht ganz zu Ende.

 

Mein Bruder Mauro und ich.

Die Ausbeute der Resultate war nicht was ich mir von meiner ersten grossen WM erhofft hatte, klar. Dennoch nehme ich viele schöne Erinnerungen, lehrreiche Eindrücke, tiefe Emotionen und viel Motivation mit nach Hause. Vielen, vielen herzlichen Dank allen für die grossartige Unterstützung, für’s Fähnen und Mitfiebern, für die lieben Nachrichten und Glückwünsche.

Und gute Besserung Laurien!

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WM Sprint- Enttäuschung

Kein Tag nach Wunsch

Es war nicht ganz einfach heute. Nachdem die vergangenen Tage schön kompakte und schnelle Bedingungen geherrscht hatten, sorgten heute Schneefall und Temperaturen nahe der Nullgradgrenze für eine Herausforderung. Die Entscheidung, welchen Ski ich wählen sollte, fiel nicht leicht. Mit der Klister cover Variante hatte ich zwar guten Gripp, wohl aber nicht so schnell. Die Enttäuschung über das klare Aus ist gross. Ich hatte Mühe mit den Verhältnissen und konnte heute nicht das Bringen, was ich gerne hätte.

Aber die Change auf Revenge kommt bald. Nun heisst es vorwärts schauen und Angriff total im Teamsprint am Sonnatg!

Vielen, vielen Dank trotzdem allen fürs Mitfiebern und Fähnen!

Herzliche Gratulation an Laurien, Jovian und Gianluca für das Erreichen der Finalläufe. Mit ein bisschen mehr Glück, wäre wohl noch mehr möglich gewesen.

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Benvenuto à Val di Fiemme!

WM Val di Fiemme

Der Himmel strahlendblau, die Bergspitzen glitzernd weiss, die Spur kompakt und schnell. So präsentierten sich uns die Wettkampfstätten an unserem ersten Tag im Val di Fiemme. Eben erst am Heimweltcup in Davos am Start, packten wir am Sonntagnachmittag noch unsere sieben Sachen und düsten an die Weltmeisterschaften Richtung Italien. In Predazzo, keine 10min vom Nordic Stadion entfernt talaufwärts, wurden wir bereits sehnsüchtig mit Schweizerflagge, Willkommensgeschenk und einer köstlichen Portion Pasta erwartet. Ganz im Sinne eines herzlichen Empfangs alla Italiana als Einstimmung auf die kommende Woche.

Montagmorgen in der Früh dann die erste Inspektion der Loipen. Die Strecken sind hart, aber schön, die Aufstiege steil und anspruchsvoll: keine Frage, WM-würdig. Morgen stehen Skitest und Wettkampfvorbereitung auf dem Programm, bevor die Medallienjagd dann am Donnerstag mit dem ersten Wettkampf, dem Einzelsprint, lasiert wird. Ich freue mich auf meinen ersten Einsatz und bin gespannt, was am Donnerstag drin liegt. Bis dahin heisst es zurücklehnen, relaxen und die Vorfreude auf meine erste grosse WM noch ein bisschen geniessen.

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Silbernes Wochenende

Schweizermeisterschaften Teil 1

Bei fantastischem Winterwetter und besten Bedingungen fand dieses Wochenende der erste Teil der Schweizermeisterschaften auf der Lenzerheide statt. Früher mein tägliches Trainingsgelände, heute ein allzu seltener Ausflug, freute ich mich riesig die nationalen Titelkämpfe auf „heimischem Boden“ in Angriff zu nehmen. Einige in Davos trainierende Nationalteams nutzten das weltcupfreie Wochenende ebenfalls für einen Abstecher nach Lenz und sorgten für ein starkes Teilnehmerfeld und spannende Wettkämpfe. Nach den Nachwehen meiner Erkrankung und den Folgeproblemen in Sochi startete ich samstags ein bisschen unsicher in die Kurzdistanz. Meine Form ist noch nicht ganz wo sie war und die zweite Hälfte der 5km gingen ziemlich zäh. Mit Rang sechs Overall und dem Vizeschweizermeistertitel hinter Seraina Boner war ich nicht ganz unzufrieden, obwohl ich mir für den Sakting Wettkampf ein bisschen mehr erhofft hätte. Im 10km Verfolger von heute fehlte leider die extra Power nach vorne hin aufschliessen zu können. So konzentrierte ich mich darauf die beiden Kasachinnen, die mit mir auf die Verfolgung gestartet waren, in Schach zu halten und am Ende zu übersprinten.

Zähne zusammenbeissen im 5km

Weniger gut lief es für Doris, welche weder im 5km Skating noch in der 10km Verfolgung so richtig auf Touren kam. Mit Platz 4 und 5 an den nationalen Titelkämpfen ist sie natürlich nicht zufrieden. Ein bisschen Kopf lüften und abschalten zu Hause wird ihr sicher guttun um am nächsten Wochenende am Weltcup Davos wieder voll bereit zum Angriff zu stehen.

Die Medalliengewinner von heute: Bettina, Seraina und Carmen

Zweimal Silber meine Bilanz des Wochenendes und ein Haufen Glückwünsche und Gratulationen von Leuten, die mich schon als kleinen Schnaufer auf den Langlaufskiern umherrutschen gesehen haben. Es hat mich riesig gefreut so viele Familienmitglieder, Freunde und Fans am Streckenrand enthusiastisch und lautstark mich anfeuern zu sehen. Und natürlich ein rieses grosses Dankeschön an Lenz für die grossartige Organisation und Durchführung der Wettkämpfe. Vielen Dank für das super schönen Wochenende.

Alle Ranglisten unter:
http://www.fis-ski.com/uk/604/1228.html?event_id=32724&cal_suchsector=CC

Fotos by Edi Zihlmann

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